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Männer vor Rohren in Anlage

Energetische Verwertung

Quelle: EUWID - Entsorgungsmarkt für gewerbliche Siedlungsabfälle, Ausgabe 27/2016 vom 05.07.2016

Die Lage am Entsorgungsmarkt im Bereich der energetischen Verwertung ist derzeit deutlich angespannt. Seit mehr als einem Jahr ist ein drastisches Überangebot von Abfällen zu verzeichnen, insbesondere im Bereich der gewerblichen Siedlungsabfälle. Dieser Mengenanstieg (ca. 6-7%) ist u.a. durch ein gutes konjunkturelles Wachstum zu erklären, welches sich bspw. durch ein geringes Zinsniveau und dem damit einhergehenden starken Binnenkonsum begründen lässt. Alle Müllverbrennungsanlagen in Deutschland sind voll ausgelastet und die Entsorgungspreise entsprechend drastisch gestiegen. Ferner sehen sich viele Entsorger mit der Situation konfrontiert, lange Wartezeiten akzeptieren zu müssen, bis das Material überhaupt entsorgt werden kann. Viele Anlagen haben darüber hinaus einen Annahmestopp verhängt und nehmen keine Neukunden mehr an.

In Folge dieser Auslastungssituation ist offensichtlich eine Art Graumarkt entstanden: Wer sich rechtzeitig Verbrennungskontingente gesichert hat und diese nicht benötigt, kann sie derzeit zu Höchstpreisen weiterverkaufen. Selbst Entsorger, die langjährig am Markt sind und dementsprechend gut ausgeprägte Branchenkenntnisse besitzen, haben derzeit einen Engpass bei den Entsorgungskapazitäten. Es scheint als steuert die deutsche Entsorgungswirtschaft in Bezug auf Abfälle zur energetischen Verwertung auf einen Entsorgungsnotstand zu. Auf vielen Betriebshöfen lagern Abfallmengen bis zur genehmigungsrechtlichen Kapazitätsgrenze. Die Behörden wissen um dieses Problem.

Durch die Vollauslastung werden die Anlagenbetreiber in eine günstige Verhandlungsposition versetzt, was einerseits zu steigenden Preisen und andererseits zu Lieferverträgen mit langjährigen Laufzeiten führt. Wie bereits verdeutlicht, sind die Gründe für die Auslastung vielfältig. Der in der Branche umstrittene Punkt, die Rolle von Abfallimporten aus europäischen Nachbarländern, kennzeichnet dabei einen besonders wichtigen Aspekt. Denn durch die Mengen aus dem Ausland steigen die Abfallmengen, die für die energetische Verwertung vorgesehen sind, zusätzlich. Auch dadurch entwickelt sich die vorhandene Dynamik in der Preisentwicklung.

Es bleibt zunächst abzuwarten, wie sich die Abfallmengen sowie die Entsorgungskonditionen weiter entwickeln. Innerhalb der Branche gelten weitere Preisanpassungen als wahrscheinlich. Um als Entsorger aktuell agieren zu können und seinen Entsorgungsverpflichtungen aus geschlossenen Verträgen gerecht zu werden, müssen zunächst Entsorgungskontingente gesichert werden.

Quelle:

EUWID Europäischer Wirtschaftsdienst GmbH

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Tel. +49 7224 9397-150 Fax +49 7224 9397-905 | E-Mail: rmeier@euwid.de

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