Im Sog der Finanzkrise

Nehlsen fordert zusammen mit dem BDE verlässliche Rahmenbedingungen, die Aussetzung der Mauterhöhung und einen runden Tisch.

„Märkte auf Talfahrt“,  „Steuerausfall von 316 Milliarden Euro“,  „Rohstoffpreise auf konstant niedrigem Niveau“ -  die negativen Schlagzeilen ließen sich beliebig weiterführen. Die Finanz- wurde zur Wirtschaftskrise und hat die Entsorgungsbranche – speziell den Recyclingbereich – erreicht. Der Produktionsrückgang führt zu weniger Abfall und zu ruinösen Sekundärrohstoffpreisen. Deshalb rechnet die große Mehrheit der privaten deutschen Entsorgungsunternehmen mit einer gravierenden Verschlechterung der Geschäfte im laufenden Jahr. Eine vom Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) durchgeführte Umfrage ergab, dass über 90 % der Unternehmen stagnierende (18,9 %), leicht rückläufige (32,5 %) oder sogar stark rückläufige Umsätze (39,2 %) erwarten.

71,7 Prozent der Unternehmen prognostizieren eine angespannte (64,9 Prozent) oder sogar eine sehr schlechte Ertragssituation (6,8 Prozent). Zum Vergleich: Im Vorjahr waren 90 Prozent der deutschen Entsorger mit der Ertragssituation zufrieden. Einhergehend mit den insgesamt schlechten Aussichten für 2009 prognostizieren nahezu zwei von drei Unternehmen (59,5 Prozent), im laufenden Jahr Arbeitsplätze abbauen zu müssen.

Nehlsen ist dem Umsatz nach der fünftgrößte Entsorger in Deutschland und bietet eine große Dienstleistungspalette in den Bereichen Entsorgung (mit Recycling), Contracting und Sicherheit an. Bisher konnten betriebsbedingte Kündigungen bei Nehlsen vermieden werden. Kostensenkungsprogramme wie Einstellungsstopp, Stellenabbau durch Nichtverlängerung von befristeten Stellen, Kurzarbeit und die vorübergehende Schließung der Kunststoffaufbereitungsanlage waren notwendig, um gegenzusteuern. Der Sog der Finanzkrise erreicht die Entsorgungswirtschaft: Umsatzrückgang, schlechte Ertragssituation und Stellenabbau im Recyclingbereich. 

Nehlsen fordert zusammen mit dem BDE verlässliche Rahmenbedingungen, die Aussetzung der Mauterhöhung und einen runden Tisch. Es muss gehandelt werden, sonst folgen nicht nur Insolvenzen und Arbeitsplatzabbau, auch ein in vielen Jahren und milliardenschweren Investitionen aufgebautes System ist in realer Gefahr. Ein System, das die nationale Wirtschaft vor teuren Rohstoffimporten entlastet und einen entscheidenden Beitrag zur Verringerung des Kohlendioxyd-Ausstoßes leistet.

 

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