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Müllwagen mit Männern auf Festivalgelände

Nehlsen ist für jeden individuellen Wunsch genau der richtige Ansprechpartner. Wir übernehmen Entsorgungsaufträge für große Rock Festivals, entsorgen fachgerecht Container havarierter Frachter und betreuen die Entsorgung  während der Bauphase eines Container-Tiefwasserhafens rund um den Hafenbetrieb. Hier finden Sie einen Auszug von Entsorgungsprojekten, welche bereits durch Nehlsen erfolgreich betreut wurden.

Ein spannender Auftrag

Junge trinkt Wasser

Kein Aluminiumsulfat zur Wasseraufbereitung

Nehlsen gewinnt Ausschreibung und entsorgt für die Berliner Wasserbetriebe Aluminiumsulfat, das früher für die Aufbereitung von Oberflächenwasser verwendet wurde.

Sie sorgen für klares und gesundes Wasser: Die Berliner Wasserbetriebe sind das größte Unternehmen der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung in Deutschland. Durch sie werden 3,5 Millionen Berlinerinnen und Berliner und fast 100.000 Einwohner im Umland mit Trinkwasser versorgt. Mit modernen Anlagen garantieren die Berliner Wasserbetriebe die Lieferung von hochwertigem  Trinkwasser und die Reinigung von Abwässern. Zur Verbesserung der Wasserqualität im Tegeler See und als zusätzliche Reinigungsstufe betreiben sie die Oberflächenwasseraufbereitungsanlage (OWA) in Tegel. Der See wird von jährlich rund 90 Millionen Kubikmeter Wasser durchströmt. In den vergangenen 30 Jahren ist es gelungen, die Sichttiefe in dem früher stark algentrüben See auf rund drei Meter zu verzehnfachen. Der Tegeler See ist damit das sauberste Berliner Gewässer im Spree-Havel-System.

Oberflächenwasseraufbereitung ohne Aluminiumsulfat

Aluminiumverbindungen eignen sich besonders gut zur Reinigung von Wasser, weil sich die hyperaktiven Alu-Ionen mit Schmutzteilchen verbinden und diese ausflocken lassen. In vielen Ländern der Welt wird daher Aluminiumsulfat zur Wasseraufbereitung eingesetzt, um Schweb- und Trübstoffe sowie natürliche organische Substanzen zu entfernen.

Nahe dem Tegeler Hafen befindet sich die architektonisch anspruchsvolle OWA Tegel. In dieser Anlage werden aus dem Zufluss aus Nordgraben und Tegeler Fließ in vier Schritten durch Flockung, Fällung, Sedimentation und Filtration abfiltrierbare Stoffe und Phosphorverbindungen reduziert. Hierfür wurde bis zum Jahr 2009 auch Aluminiumsulfat zur Aufbereitung des Oberflächenwassers eingesetzt. Da Aluminium im Verdacht steht, das Risiko für Alzheimererkrankungen zu erhöhen, beschlossen die Berliner Wasserbetriebe, Aluminiumsulfat nicht mehr zu verwenden. Für die Restbestände wurde nach Recycling- und Entsorgungsmöglichkeiten gesucht.

Umweltfreundliche Entsorgung

»Die Restbestände, die in einer Siloanlage in der OWA Tegel lagerten, wurden durch uns daher unbenutzt entsorgt und die Siloanlage wird zurückgebaut«, erklärt Juliane Mudrack, Vertriebsaußendienst der Nehlsen-Niederlassung Berlin- Brandenburg. Als Projektverantwortliche begleitete Juliane Mudrack über mehrere Wochen im Frühjahr vergangenen Jahres das Projekt. »Mit entsprechender Schutzkleidung befüllten die Nehlsen-Mitarbeiter so genannte Big Bags mit dem staubigen Material«, berichtet sie. Im Schnitt wurde ein bis zwei Tage abgefüllt und dann das Material abgefahren. Der Transport erfolgte über einen Planensattel, der die Big Bags zur Entsorgungsanlage brachte. Hier wurde bereits im Vorfeld auf eine möglichst umweltfreundliche Entsorgung geachtet.

»Das Material konnte, nach Erstellung entsprechender Gutachten, der Verwertung als Versatzwerkstoff in einem Bergwerk zugeführt werden. Jetzt dient das Material da zu, ehemalige Bergwerksstollen zu verfüllen und somit vor dem Einsturz zu bewahren. Eine Möglichkeit, um so genannte Gebirgsschläge zu verhindern«, erläutert Vertriebsleiter Reiko Schebesta. »Insgesamt betrachtet, ein spannender Auftrag, den wir zur Zufriedenheit der Berliner Wasserbetriebe durchführten«, freut sich Juliane Mudrack.

Besuch beim Sender

RBB, Studio, Moderatorin

Nehlsen-Vertriebsmitarbeiterin Juliane Mudrack betreut die Projekte mit dem rbb, Rundfunk Berlin-Brandenburg

Mitte Dezember stattete Juliane Mudrack ihrem Ansprechpartner beim Sender einen Weihnachtsbesuch ab. Architekt Alexander Wähmer, der beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) für den Bereich Gebäudemanagement tätig ist, bot ihr daraufhin an, auch mal hinter die Kulissen des Rundfunksenders zu schauen. »Warum eigentlich nicht«, sagte sich Juliane Mudrack. »Ich bekam also eine Führung durchs gesamte Haus, von der Redaktion bis zu den Studios«. Ein Foto mit ihr im offiziellen Nachrichtenstudio nahm sie als schöne Erinnerung mit und stellte es der »Nehlsen informiert« zur Verfügung.

Umfangreiche Gebäudesanierung

»Für den Kunden rbb, Rundfunk Berlin-Brandenburg, übernahm die Nehlsen-Niederlassung im Zuge der umfangreichen Gebäudesanierung die Entsorgung verschiedenster Dachdeckungsmaterialien. Es handelte sich hierbei um schadstoffhaltige Baumaterialien aus den 1970er-Jahren. Diese spezielle Stoffmischung darf nur in einer Untertagedeponie (UTD) entsorgt werden und bedarf hierfür einer besonderen Vorbehandlung«, erläutert Vertriebsleiter Reiko Schebesta. »Genau auf diese Vorbehandlung von Abfällen für eine spätere Entsorgung in der UTD oder im Bergversatz ist die Nehlsen-Niederlassung Berlin-Brandenburg spezialisiert.«

Für die Umwelt planen

GFK, Aufbereitungsanlage, neocomp

Neuer Verwertungsprozess für GFK-Abfälle

Das Nehlsen-Unternehmen neocomp ist Spezialist, wenn es um die fachgerechte Entsorgung von glasfaserverstärkten Kunststoffen (GFK) geht. Allgemein gilt GFK als ein Material mit vielen Vorteilen, das in zahlreichen Branchen Verwendung  findet. Nachteilig aber sind die begrenzten Wiederverwertungsmöglichkeiten. 

»Hier setzt unser neuartiges, umweltschonendes Verwertungssystem an. Aus glasfaserverstärkten Kunststoffabfällen werden hochwertige Ersatzbrennstoffe. Als zertifiziertes Entsorgungsunternehmen bieten wir unsere Leistungen in Deutschland und den europäischen Nachbarländern an«, sagt Frank J. Kroll von neocomp.

Für weitere Informationen: www.neocomp.eu

Recycling rockt!

Schriftzug vom Hurricane-Festival

Alles wieder sauber: Großauftrag Hurricane Festival Juni 2014

Zum ersten Mal hat Nehlsen gemeinsam mit der RNO den Entsorgungs- und Reinigungsauftrag für das Hurricane Festival in Scheeßel, Niedersachsen, übernommen. Mit 72.000 Festivalbesuchern zählt es zu den größten Musikfestivals in Deutschland. Eine gute Vorbereitung zahlte sich bei diesem „Rund-um-die-Uhr-Einsatz“ aus – organisatorisch als auch logistisch.

Vorbereitung – der Countdown läuft

„Bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung war es unser Ziel, auf möglichst viele Eventualitäten vorbereitet zu sein“, sagt Jens Holbach, RNO (Reinigungs-service Nord GmbH & Co. KG) und Projektleiter. Die Gegebenheiten vor Ort spielen dabei eine entscheidende Rolle. „Gemeinsam mit dem Auftraggeber, der U-Need GmbH, machten wir uns ein genaues Bild von der Veranstaltungsfläche. Ich bin dann auch nach Süddeutschland geflogen, denn hier findet das Schwesterfestival Southside statt“, so der 48-Jährige. Bei dem 190 Hektar großen Veranstaltungs-gelände handelt es sich um reines Ackerland, eine Fläche, die sonst landwirtschaftlich genutzt wird. „Hier gibt es ja keine Infrastruktur. Kein Strom und kein Wasser. Was hier innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt wird, ist wirklich beeindruckend“, sagt Jonas Sülflow, RNO-Vertriebsaußendienst Industrieservice, der Jens Holbach unterstützte. „Auf YouTube gab es außerdem entsprechendes Filmmaterial, denn keiner von uns war schon einmal Gast auf dem Festival“, ergänzt Holbach.

Fachgerechte Entsorgung bei „Dauerbeschallung“

Bereits eine Woche vor dem Start am 20. Juni, dem offiziellen Veranstaltungs-beginn, bezog ein Teil des Nehlsen- und RNO-Teams die vier Wohnmobile im Mitarbeiterbereich, die sich gleich hinter der 2. Bühne befanden. „Mit dieser Dauerbeschallung hatten wir ja gerechnet“, so Jonas Sülflow.  Andreas Preen, Betriebsstättenleiter Karl Nehlsen, war auf dem Gelände für die Logistik verantwortlich. „Wir haben rund 500 Müllgefäße, 42 Abrollcontainer und 7 Presscontainer aufgestellt und für den regelmäßigen Abtransport gesorgt. Dem Auftraggeber war es sehr wichtig, dass eine fachgerechte Abfallsortierung stattfand. Dabei nutzten wir alle vorhandenen Ressourcen. So diente der Standort in Visselhövede als Umschlagplatz, weiterhin arbeiteten wir eng mit den Entsorgern vor Ort zusammen“, so Preen.

Aufräumarbeiten nach dem Festival

Am 23. Juni ging es mit den Aufräumarbeiten erst richtig los. Etwa 170 Mitarbeiter, darunter auch elko-Mitarbeiter, sorgten in eineinhalb Wochen wieder für ein sauberes Gelände, während des Festivals waren circa 60 Kollegen im Einsatz. „Es war eine anstrengende Zeit, aber auch eine tolle Herausforderung, das Zusammenspiel unterschiedlicher Dienstleistungen aus einer Hand so zu erleben“, meint Andreas Preen.

HKW Klingenberg

Heizkraftwerk mit See und Natur

Erfolgreicher Einsatz dank enormer Saugkraft

Der Energieversorger Vattenfall betreibt in Berlin zehn Heizkraftwerke, die alle nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Prinzip arbeiten. Entsorgungspartner für Vattenfall ist die Niederlassung Berlin-Brandenburg, Betriebsstätte ABKO. Mitte Oktober 2013 erreichte die Nehlsen-Mitarbeiter aus dem HKW Klingenberg ein dringender Anruf. Am Austrag eines Silos lag eine Blockierung vor, da sich dort Salzrückstände abgelagert hatten.

Die Funktionsweise des Heizkraftwerkes war hiervon nicht beeinträchtigt, denn es handelte sich um einen Vorfall an einer Nebenanlage des Heizkraftwerkes. In dem betroffenen Silo werden Rückstände (ein Salzgemisch) aus dem sogenannten thermischen Wellmann-Lord-Regenerationsprozess (bestimmtes technisches Verfahren, das in Rauch-gasreinigungsanlagen angewandt wird) der Rauchgasentschwefelungsanlage gelagert und für die Entsorgung bereitgestellt.

Es lag vielmehr eine Störung vor, die die reibungslose Abholung der Rückstände zur Entsorgung behinderte. Jetzt ging es darum, die Blockierung so schnell wie möglich zu beheben und den reibungslosen Ablauf der Abfallströme wieder herzustellen.

„Mit unserem Silofahrzeug mit Saugvorrichtung fuhren wir sofort zum HKW. Die Aufgabe und Herausforderung bestand darin, die Salzrückstände im Innern des Silos abzusaugen. Dafür mussten wir circa 60 Meter Schlauch einsetzen. Dieser wurde vom Fahrzeug aus bis in circa 20 Meter Höhe und dann innerhalb des Silos wieder bis an das abzusaugende Material verlegt“, berichtet Reiko Schebesta, Leiter Vertrieb und Technologie bei der Niederlassung Berlin-Brandenburg. „Wir wussten allerdings nicht, ob das Saugfahrzeug diese Schlauchlänge und den Höhenunterschied meistern würde. Solch einen Vorfall hatten wir in der Vergangenheit noch nicht“, sagt Hartmut Lübbert, der als zuständiger Mitarbeiter mit zwei weiteren Kollegen vor Ort war und den Einsatz leitete.

Beeindruckende Fahrzeugleistung

„Mit solch einer enormen Fahrzeugleistung hatten wir nicht gerechnet. Nach etwa fünf Stunden waren die Salzrückstände abgesaugt und die Blockierung behoben. Die letzten pulverförmigen Salzrückstände entfernten die Kollegen dann unterhalb des Silos direkt durch die geöffnete Zellradschleuse“, so Lübbert. Kraftfahrer Heiko Behling, der den Einsatz mit dem Saugfahrzeug durchführte, war von der Saugkraft des Silofahrzeugs (Saugkompressor mit einem Volumenstrom von 500 Kubikmetern bei 3 bar) ebenfalls beeindruckt. Nachdem die Störung behoben war, konnte der Kraftwerkbetreiber Vattenfall den Austrag der Rückstände aus dem Salzsilo wie gewohnt fortsetzen.

Strom und Wärme für Berlin

In Berlin beliefert Vattenfall rund 1,7 Millionen Kunden mit Strom und fast 620.000 Haushalte mit Fernwärme. Das Unternehmen unterhält außerdem ein 35.000 Kilometer langes Kabel- und Leitungsnetz, an das alle Berliner Haushalte sowie Gewerbe- und Industriebetriebe angeschlossen sind. Es kümmert sich um Energienachschub aus dem europäischen Verbundnetz und hält Heizkraftwerke, Blockheizkraftwerke und Heizwerke unter Dampf, um Berlin umweltfreundlich mit Strom, Wärme und Kälte zu versorgen. HKW Klingenberg mit historischer Bedeutung.

Der Standort Klingenberg im Bezirk Lichtenberg ist ein Ort von historischer Bedeutung für die Energieversorgung Berlins. Das Kraftwerk, das dort bereits 1927 in Betrieb ging, galt lange als das modernste Europas. Der Hauptbrennstoff war Steinkohle, ab 1986 ist es Braunkohle und/oder Gas. Das HKW Klingenberg versorgt im Verbund mit dem HKW Lichtenberg (in Zukunft HKW Marzahn) seit 35 Jahren ohne Unterbrechung die Wohngebiete in Lichtenberg, Marzahn, Hellersdorf, Hohenschönhausen, Weißensee und Pankow mit besonders umweltschonender Fernwärme. Es ist damit an der Fernwärmeversorgung von rund 300.000 Haushalten beteiligt und so das stabile Rückgrat der Wärmeversorgung im Ostteil Berlins.

›Tor zur Welt‹ mit guten Aussichten

Hafen mit Kränen am Wasser

Eröffnung des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven / Neue Entsorgungsdienstleistungen rund um den Hafen

Am 21. September 2012 war es endlich so weit. Über 1.000 Gäste nahmen an der Eröffnung des JadeWeserPorts (JWP) teil. Als einziger deutscher Container-Tiefwasserhafen steht er nun als zukünftige Drehscheibe des internationalen Seeverkehrs zur Verfügung. Nicht selten wurde das Bauvorhaben als Jahrhundertprojekt bezeichnet – die Planungen dauerten 16 Jahre, gebaut wurde der Hafen in vier Jahren. Bereits während der Bauphase übernahm die Abfallwirtschaftsgesellschaft Wilhelmshaven GmbH (AWG), ein Unternehmen der Nehlsen-Gruppe, Entsorgungsdienstleistungen rund um den Hafenbetrieb.

Als Eurogate im Juni mit dem Probebetrieb im Jade-Weser-Port begann, erbrachte die AWG aus Wilhelmshaven schon während der Bauphase umfangreiche Entsorgungsdienstleistungen auf der Baustelle. Von der Gestellung von Containern für diverse Baustellenabfälle bis hin zum Spülen und Reinigen diverser Abflussleitungen. »Ziel war es natürlich immer, auch nach der Fertigstellung unsere Dienstleistungen rund um den Hafen erbringen zu dürfen«, so Hendrik Rösing, Niederlassungsleiter Nord-West.

Umwelttechnische Leistungen für Hafenbetreiber Eurogate

Die Gespräche mit den beteiligten Firmen wie Eurogate und der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft und den sich im Hafen ansiedelnden Firmen, wie Nordfrost zum Beispiel, waren erfolgreich. Zukünftig erbringt die AWG Entsorgungs- und Reinigungsdienstleistungen für den Hafenbetreiber Eurogate, eine europäische Containerterminal- und Logistik-Gruppe mit Sitz in Bremen. Eurogate betreibt Terminals in Bremerhaven, Hamburg und jetzt auch im Wilhelmshavener JadeWeserPort. AWG übernimmt während des Echtbetriebes alle anfallenden umwelttechnischen Dienstleistungen im Hafenbetrieb – von der Konzepterstellung und der anschließenden Umsetzung zur Übernahme aller anfallenden gefährlichen und nicht gefährlichen Abfälle, der Erbringung abwassertechnischer Dienstleistungen sowie Reinigungsarbeiten nach Ölunfällen oder anderen Verschmutzungen der Verkehrsflächen.

Nordfrost – Pionier am JadeWeserPort und Spezialist für Tiefkühlprodukte

»Gleichzeitig ist es gelungen, einen Vertrag mit dem ersten Ansiedler am JadeWeserPort, der Firma Nordfrost, über unser Dienstleistungsspektrum zu schließen«, so Rösing. Welchen Umfang diese Dienstleistungen einnehmen werden, hänge natürlich stark von der Frequentierung des Hafens ab.

Die Nordfrost GmbH & Co. KG ist ein deutsches Logistikunternehmen mit Hauptsitz in Schortens im niedersächsischen Landkreis Friesland. Die Firma ist weltweit vertreten, insbesondere im Umschlag und der Lagerung von Tiefkühlkost, und hat als erstes Unternehmen in der 160 Hektar großen Logistikzone des neuen JWP ein großes Tiefkühlterminal errichtet. Im JadeWeserPort wird Nordfrost in Zukunft auch im Bereich Frischgemüseumschlag und Konfektionierung tätig sein. AWG wurde hier mit der Entsorgung diverser Abfälle beauftragt, reinigt Verkehrsflächen und pflegt die Grünanlagen.

Der JadeWeserPort in Zahlen

Baubeginn: 2008

Fläche: Terminal 130 Hektar, Güterverkehrszentrum 160 Hektar

Aufgespülter Sand: 46 Millionen Kubikmeter

Kajenlänge: in der Endstufe 1.725 Meter,

Start mit 1.000 Metern

Wassertiefe: 18 Meter

Schiffe: bis 430 Meter Länge und 16,5 Meter Tiefgang

Umschlagkapazität: bis zu 2,7 Millionen Standardcontainer pro Jahr

Fertigstellung: zweite Ausbaustufe bis August 2013

Investitionen: rund eine Milliarde Euro

Quelle: www.ndr.de

Überzeugend: vier Einheiten und ein Konzept

Arbeiter mit Containern am Hafen

Nehlsen entsorgt Container der havarierten MSC Flaminia – darunter auch beschädigte Container mit Gefahrgut und Gefahrstoffen

Über das havarierte Frachtschiff MSC Flaminia, das nach wochenlanger Irrfahrt im Atlantik schließlich im Wilhelmshavener JadeWeserPort festmachte, wurde viel berichtet. Fast täglich gab es neue Meldungen darüber, was mit dem ›Unglücksfrachter‹ der Reederei NSB (Niederelbe Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG) passieren soll.

Am 20. August 2012 wurde das Havariekommando mit den Planungen für die Rückkehr der MSC Flaminia in deutsche Gewässer beauftragt. Mit der Entscheidung, den Containerfrachter nach Wilhelmshaven zum JadeWeserPort (JWP) schleppen zu lassen, übernahm der Flaggenstaat Deutschland die Verantwortung für die Abwehr von Gefahren, die von der MSC Flaminia ausgehen können. Bis zum 9. September 2012, als die Flaminia in Wilhelmshaven festmachte, galt es, einen geeigneten Notliegeplatz festzulegen und die Reise des Schleppverbandes mit der MSC Flaminia so zu gestalten, dass Menschen und Umwelt nicht gefährdet werden. Nun ging es darum, die fast 3.000 Container – viele davon sind beschädigt – sicher zu bergen und über deren Inhalt zu entscheiden.

»Die Berichterstattung über die Flaminia haben wir von Anfang an verfolgt und die ersten Gespräche mit der Reederei NSB bereits im August geführt«, sagt Wolfgang Sydow von der RNO, Reinigungs- und Entsorgungsservice Nord, und Gesamtprojektleiter vor Ort im JWP. »Wir bildeten eine Arbeitsgruppe aus vier Einheiten, bestehend aus der RNO, der AWG Wilhelmshaven, der Niederlassung Nord-West und Nehlsen-Plump. Es folgten zahlreiche Gespräche und Konzepterstellungen, die wir gemeinsam auf den Weg brachten.«

Am 26. September wurden in Wilhelmshaven die Verträge zwischen der Reederei NSB, dem JadeWeserPort, Eurogate und Nehlsen als Entsorgungsfirma geschlossen, die die weitere Vorgehensweise mit der MSC Flaminia und der Ladung regelten. »Das Konzept überzeugte nicht nur die NSB und das Havariekommando, sondern auch das Gewerbeaufsichtsamt und die NGS, die Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfallstoffen«, weiß Ulf Rehme, Vertriebsleiter bei der Niederlassung Nehlsen-Plump zu berichten.

Zwei Tage später begann Nehlsen mit dem Entladen der Container, wobei die Aufgaben geteilt wurden. »Wir sind zuständig für die Container an Land, denn hier beginnt der Reinigungs- und Entsorgungsprozess. Eurogate ist für das Hantieren der Container verantwortlich – das heißt, die Container per Kran von Bord zu heben und an Land zu setzen. Außerdem unterstützt uns noch die Lloyd Werft Bremerhaven AG bei allen Stahl- und Brennarbeiten und liefert passende Stahlwannen«, erklärt Andreas Schütte, Geschäftsführer der RNO.

Während die intakten Container auf konventionelle Art und Weise entladen werden, holt Eurogate die beschädigten Container in riesigen Stahlwannen von Bord des Frachters. Durch die Hitze waren einige Container miteinander verschmolzen, so dass sie wie an einer Kette aneinanderhingen. Sie wurden mit einer Schrottschere aufgeschnitten. Gereinigt werden die Container, die mit Rauch, Ruß oder Löschwasser kontaminiert sind, in einer überdimensionalen Waschstraße direkt vor dem Schiff. »Hier können unsere Einsatzkräfte vier Container gleichzeitig reinigen«, so Schütte. Die Container werden mit der vorgeschriebenen Schutzausrüstung nach TRGS 520 gereinigt. »Wenn wir in die Container reingehen müssen, geschieht das außenluftunabhängig, also mit Sauerstoffflasche«, erläutert Schütte. »Brisant ist hierbei, dass wir alle nicht wissen, wie die Materialien auf den Brand und das Löschwasser reagiert haben. Was ist daraus geworden? Das ist das Entscheidende«, so Ulf Rehme. Aber der Umgang mit gefährlichen Abfällen gehöre zur täglichen Arbeit von Nehlsen-Plump. »Für uns ist das kein Hexenwerk. Es ist zwar jedes Mal eine Überraschung, was sich im Container befindet und in welchem Zustand er ist, aber wir können damit umgehen und halten die Entsorgungswege ein. Wenn das Produkt noch verwertbar ist, verwerten wir es. Falls es nicht mehr verwertbar ist, wird es fachgerecht entsorgt. Bei diesem Auftrag nutzen wir das Know-how, das wir uns jahrelang erarbeitet haben«, so Rehme. Von der Arbeit vor Ort berichtet Wolfgang Sydow: »Wenn wir einen Container öffnen, läuft jedes Mal ein Entscheidungsprozess ab. Was ist das für ein Stoff und ist der Inhalt löschwasserbelastet? Es ist schon passiert, dass der Inhalt entsorgt werden musste, aber der Container noch intakt war. Dann müssen wir alles aus- und umpacken und den Container von innen säubern. Der intakte Container kann wieder genutzt werden. Wir befinden uns zurzeit mitten im Prozess – etwa die Hälfte der Container ist mittlerweile von Bord. « Auf Wunsch der Reederei NSB arbeiten zwölf Nehlsen-Mitarbeiter im Zweischichtsystem. Rund dreißig Leute aus der Nehlsen-Gruppe sind permanent vor Ort.

»Man kann sagen, dass wir einen kompletten Betriebsstandort dort eingerichtet haben – eine Art Containerdorf«, meint Schütte. Bis der letzte Container von Bord der MCS Flaminia geholt und ordnungsgemäß entsorgt wurde, wird es noch dauern.

Live von der Insel – Bühne in der Ostsee und saubere Strände

Menschen am Strand und Heißluftballon

Bremer Bühnenhaus GmbH baute EM-Bühne auf Usedom / Nehlsen erhielt Entsorgungsauftrag für ZDF-Fußballstrand

Die Bilder der Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine sind nahezu verblasst. Das ZDF hatte in Heringsdorf auf der Insel Usedom diese Bühne am Wasser errichten lassen, um von hier aus an jedem zweiten Spieltag für ein Millionenpublikum live zu berichten.

»Ursprünglich sollte die Bühne unmittelbar an der Wasserlinie zum Strand entstehen, aber Wind und Wellen hatten dieses Jahr sehr viel Sand abgetragen, so stand sie dann letztendlich komplett im Wasser«, weiß Frank Berszuck, Prokurist bei der Bremer Bühnenhaus GmbH (BBH). Man konnte nicht weiter auf den Strand bauen, weil dann nicht mehr genug Platz für die über 1.000 Zuschauer gewesen wäre. Die BBH wurde mit dem Aufbau der Bühne beauftragt, die der international erfolgreiche Set-Designer Jens Weber für die Berichterstattung des ZDF gestaltet hatte.

Mitte Mai begann BBH mit der Verkleidung der Bühne. Das Stahlgerüst wurde zuvor von einer lokalen Stahlbaufirma angefertigt und geliefert. In rund zwei Wochen realisierte das BBH-Team den Bühnenaufbau vor Ort, inklusive Bedruckung.

»Ein knappes Zeitfenster«, wie Berszuck einräumt. Bis zum Auftaktspiel Griechenland gegen Polen am 8. Juni mussten alle Aufbauarbeiten rund um den ZDF-Fußballstrand abgeschlossen sein, so dass der Sendebetrieb starten konnte. Die Berichterstattung für das erste Spiel übernahm die ARD, aber das ZDF zeigte die Begegnung ebenfalls auf der großen Leinwand am Heringsdorfer Strand. »Während der zahlreichen Livesendungen wie Morgenmagazin, Lafer! Lichter! Lecker!, ZDF-Fernsehgarten und natürlich die Sportübertragungen mit Kathrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn kümmerten sich unsere Mitarbeiter um alle wechselnden Bühnenaufbauten und großen Requisiten. Es war ein tolles Event und ein interessanter Auftrag dazu«, fasst Frank Berszuck zusammen.

Das kann auch Matthias Wolframm bestätigen, Nehlsen-Vertriebsmitarbeiter bei der Betriebsstätte Neubrandenburg. »Ich habe zwei Spiele am Strand gesehen, und es war eine super Atmosphäre, der Blick auf die Ostsee und die Heringsdorfer Seebrücke«, schwärmt Wolframm.

Nehlsen hat hier während der EM diverse Entsorgungsdienstleistungen erbracht und sorgte während dieser Zeit für saubere Strände. Der Eigenbetrieb Kaiserbäder auf der Insel Usedom ist Kunde von Nehlsen und war Mitausrichter der EM-Übertragung in Heringsdorf. Zwei Presscontainer à 20 Kubikmeter wurden aufgestellt. Zusätzlich wurden 50 Müllbehälter à 120 Liter an den Stränden rund um die Veranstaltung platziert. Insgesamt wurden etwa 65 Tonnen gemischte Siedlungsabfälle entsorgt.

Für Usedom war die UEFA Euro 2012 vom 8. Juni bis zum 1. Juli 2012 in Polen und in der Ukraine trotz deutschem Halbfinalaus ein großer Gewinn. Mehr als 150.000 Besucher zählte die Polizei auf der Heringsdorfer Fanmeile und weitere 25.000 Zuschauer in der Strandarena bei den Übertragungen von ZDF und ARD.

Gemeinsam in die Zukunft starten

Flugzeug am Himmel bei Sonnenuntergang

Nehlsen ist Entsorgungspartner für den EADS-Standort Bremen und den Premium-AEROTEC-Standort in Nordenham

Im Rahmen des Fertigungsverbundes von Airbus ist Bremen das Zentrum für Flügelausrüstung aller Großraumflugzeuge und für die Herstellung der Landeklappen für alle Airbus-Programme. Für die Standorte Bremen und Nordenham hat Nehlsen seit Anfang des Jahres die Entsorgungsdienstleistung übernommen. „Es ist schon etwas ganz besonderes, Entsorgungspartner für einen weltweit führenden Flugzeughersteller zu sein“, freuen sich Frank Kuhna, Niederlassungsleiter Karl Nehlsen, und Ulf Rehme, Vertriebsleiter Nehlsen-Plump. Bremen ist nach Hamburg der zweitgrößte Standort von Airbus in Deutschland. Rund 3.200 Beschäftigte sind in der Entwicklung, in der Produktion, im Programmmanagement und im Bereich Finanzen tätig.

Das Werk am linken Weserufer in Nordenham ist das Zentrum für Großblechfertigung und Schalenbau – vornehmlich für Airbus-Flugzeuge. Premium AEROTEC in Nordenham produziert mehr als 140 verschiedene Rumpfschalen in einem weitestgehend automatisierten Prozess. Pro Monat verlassen rund 300 Rumpfschalen das Werk. Mit neuen Produktionsprozessen und Materialien gehört das Werk zu den weltweit führenden Standorten im Flugzeugbau. Rund 2300 Beschäftigte sind in den Bereichen der Großblech- und Teilefertigung, dem Metallkleben bis hin zur integrierten Schalenmontage tätig. Das Werk Nordenham stellt damit einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor in der Wesermarsch dar.

Erfahrene Mitarbeiter für fachgerechte Entsorgung

Für beide Standorte übernahm Nehlsen alle anfallenden Entsorgungsdienstleistungen. Ob Wertstoffe, Gewerbeabfälle, Speisereste, Sonderabfälle oder Elektroschrott – die Abfälle werden zusammengeführt und für den Abtransport bereitgestellt. Mit Nehlsen hat EADS einen kompetenten Partner gefunden. „Unsere Mitarbeiter sind erfahren und wissen um die Sensibilität des Airbus-Geländes. EADS kann sicher sein, das anfallende Produktionsabfälle fachgerecht und sicher entsorgt werden“, so Frank Kuhna.

Heute bietet Airbus als einer der weltweit führenden Flugzeughersteller die modernste und umfassendste Familie von Verkehrsflugzeugen, die auf dem Markt erhältlich ist. Airbus hat heute mehr als 6.300 Flugzeuge an mehr als 420 Kunden und Betreiber auf der ganzen Welt ausgeliefert.

Die Premium AEROTEC GmbH hat mehr als 6.000 Beschäftigte und erwirtschaftete im Jahr 2009 einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro. Das Kerngeschäft sind die Entwicklung und Herstellung von Metall- und Kohlefaserverbund-Flugzeugstrukturen sowie die damit verbundenen Vorrichtungen und Fertigungssysteme. Das Unternehmen hat Fertigungsstätten in Augsburg, Bremen, Nordenham und Varel.

Joint Venture für alternative Brennstoffversorgung

 

Die Nehlsen AG und MVW Lechtenberg & Partner haben ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, um klimafreundliche, alternative Brennstoffe zu produzieren. Das neue Joint Venture, die Nehlsen & Lechtenberg Alternative Fuels GmbH, ist im Stammhaus des Mülheimer Unternehmens MVW Lechtenberg & Partner ansässig. Lechtenberg & Partner ist eines der weltweit führenden Beratungsunternehmen für die Implementierung von Ersatzbrennstoffen aus Siedlungsabfällen und geeigneten Sonderabfällen in der Zementindustrie. Geplant ist, im Jahr 2010 die ersten Aufbereitungsanlagen zu errichten. Die Projekte sind definiert und das Joint Venture hat mit der technischen Konzeption begonnen.

Claudia Bunkenborg, Leiterin Internationales Geschäft bei Nehlsen.  „Die Zementindustrie zählt zu den stark klimabelastenden Industrien, da für jede Tonne Zement ca. 850 kg des klimaschädlichen CO2 emittiert werden. Bei einer weltweiten Produktion von ca. 2,4 Milliarden Tonnen Zement ergibt sich ein erhebliches Reduktionspotenzial durch den Einsatz von alternativen Brennstoffen.“

In der Bundesrepublik Deutschland setzt die Zementindustrie seit rund 20 Jahren auf die CO2-reduzierende Wirkung von alternativen Brennstoffen und substituierte im Jahre 2008 ca. 60 Prozent der fossilen Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas mit Klimafreundlichen Brennstoffen, die in Deutschland in erster Linie aus Abfallfraktionen separiert werden.

Die Projekte des Joint Venture bestätigen, dass die Zementindustrie auch im Ausland stark am Einsatz von alternativen Brennstoffen interessiert ist.

 

Hier finden Sie noch mehr spannende Projekte zu den Themen Reinigung oder Abriss und Beräumung.

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Aktenvernichtung ist ein sensibles Thema. Auf dem Weg zum Papierschredder stellt der Prozess der Aktenvernichtung hohe Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit. Aktenvernichtung bei Nehlsen erfüllt alle wichtigen Aspekte, bietet viele Behältergrößen, ist flexibel und preiswert.