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14.08.2007

„Was da alles drin ist“ - Berliner Flughäfen setzen Spezialbehälter ein

Die europäische Union hat die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck beschränkt. Mit der neuen Gesetzgebung sind ab sofort Entsorgungslösungen für Abfertigungshallen gefragt. Nehlsen entwickelte Spezialbehälter und bietet ein passendes Gesamtkonzept. Am Flughafen Berlin Tegel und Flughafen Schönefeld gehören die Behälter bereits zum „Flugalltag".

Die Koffer sind gepackt, der Flieger wartet. Eine Flasche Sekt im Handgepäck, um am Urlaubsort auf den wohl verdienten Sommerurlaub an zu stoßen. Doch seit November 2006 gelten verschärfte Regelungen zu Flüssigkeiten im Handgepäck. Behälter mit mehr als 100 Milliliter dürfen nicht mit an Bord genommen werden. Auslöser dieser Regelung waren die in Großbritannien am 10. August 2006 vereitelten Terroranschläge.

 Spraydosen oder Parfüms sind Abfallarten mit Gefahrgutcharakter

„In Berlin Tegel wurde der Abfall erst als Haus- Gewerbemüll in normalen Behältern gesammelt", erinnert sich Susanne Standke, Betriebsstättenleiterin der Betriebsstätte ABKO in Berlin-Brandenburg. Aber nicht nur die Geruchsbelästigung war ein Problem. „Wisst ihr eigentlich, was da alles in dem Müll drin ist?", fragte Standke beim Flughafen genauer nach. Tatsache ist in den Mülleimern war einfach alles drin: Parfüm, Cremes, Pasten, Gels, Shampoos, Spraydosen, Öle, Verdünnungen, Lotionen, Getränke, Speisen sowie Einkäufen aus dem Duty Free Store. „Sogar eine Großpackung Zaziki war schon dabei", sagt Standke und schmunzelt.

Der Abfall ist dem üblichen Gewerbeabfall ähnlich, doch Artikel mit Inhaltsstoffen wie Alkohol, Gas oder entzündbare Stoffe werden als Abfall mit Gefahrgutcharakter eingestuft. Der Abfall unterliegt daher strengeren Vorschriften und erfordert ein spezielles Handling und Erfahrung.

 Full-Service - aufstellen, austauschen, reinigen und entsorgen

Die Spezialbehälter von Nehlsen haben ein Fassungsvermögen von 200 Liter. In Berlin Tegel werden pro Woche 40 Behälter benötigt. „In Schönefeld sind es 10 Behälter, da der Flughafen wesentlich kleiner ist", erläutert Standke. Die Behälter zeichnen sich durch hohe Dichtungsanforderungen zur Geruchs- und Geräuschvermeidung aus. Außerdem verfügen sie über die UN-Zulassung für gefährliche Güter. Nehlsen sorgt für die Aufstellung sowie den täglichen Austausch und die Reinigung der Spezialbehälter in den Abfertigungshallen. „Wir organisieren die Entsorgung der gesammelten Abfälle, sortieren und am Ende landen sie in der Sonderabfallverbrennung", erklärt die Betriebsstättenleiterin.  

 Urlaubszeit gleich Reisezeit gleich mehr Abfall

Während der Urlaubszeit herrscht dichtes Gedränge in den Abfertigungshallen. Susanne Standke stellt ein erhöhtes „Abfallaufkommen" in der Reisezeit fest. Urlauber nehmen nicht selten mehr Gepäck mit, als erlaubt ist. 20 Kilogramm pro Koffer sind zulässig. Wer dieses Gewicht überschreitet, muss kräftig draufzahlen. „Da landet dann auch schon mal eine Strickjacke oder ein Handtuch im Behälter", sagt die Betriebsstättenleitern. „Was viele nicht wissen, die Flasche Wein oder Sekt fällt leider auch unter die neue Regelung", berichtet sie. Die eingangs erwähnte Sekt-Flasche müsste der Reisende demnach an der Sicherheitskontrolle abgeben und sie würde im Spezialbehälter landen.

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