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29.05.2007

Startschuss an der MBS Vogtland

Feierliche Inbetriebnahme durch Vertreter aus Wirtschaft und Politik am Tag der offenen Tür

Oelsnitz. Nach nur knapp 14 Monaten Bauzeit wird die mechanisch-biologische Stabilisierungsanlage am heutigen Dienstag durch den Bauherrn Nehlsen an den Entsorgungsverband Vogtland übergeben. Gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik feiern die am Bau Beteiligten die erfolgreiche Fertigstellung.

Für etwa 24 Millionen Euro hatte die Deponie Schneidenbach GmbH (DSG) im Auftrag des EVV diese moderne und leistungsfähige Anlage zur Verarbeitung von Hausmüll, Sperrmüll und einer breiten Palette gewerblicher Abfälle errichten lassen. Nach der Insolvenz des ersten Partners Herhof war das Bremer Unternehmen Nehlsen in die Verträge eingestiegen, hatte Planung und Bau der Anlage übernommen. Damit steht dem Vogtland ein Partner zur Seite, der innovativ, deutschland- und weltweit agiert und sein Know-How zum Vorteil des Gebührenzahlers in der Region einbringen kann. Betreiber der Anlage ist die neu gegründete Gesellschaft für Abfallbehandlung mbH, deren Anteile die DSG und Nehlsen halten.

„Angesichts der zurückliegenden Probleme mit externen Anlagen erweist sich die Entscheidung für den Bau der vogtlandeigenen Anlage heute als sicherer und marktunabhängigerer Weg.“ konstatiert der EVV-Vorsitzende Landrat Dr. Tassilo Lenk.
„Wir haben das Zepter selbst in der Hand und können aufs Marktgeschehen reagieren. Lassen wir extern behandeln, treffen uns dortige Veränderungen unvorhergesehen und alternativlos. Empfindliche Gebührenerhöhungen könnten folgen.“

„Die Inbetriebnahme der MBS-Anlage Vogtland ist für das Unternehmen Nehlsen ein optimaler Baustein, um unsere Dienstleistungen über das Vogtland hinaus anzubieten“ sagt Jürgen Ephan, Geschäftsführer der Nehlsen GmbH & Co. KG.

Die MBS Vogtland wird jährlich 50.000 t Abfall aus dem Verbandsgebiet verarbeiten. Nach dem Prinzip der biologischen Trocknung und Stabilisierung werden Hausmüll, sowie andere Siedlungs- und Gewerbeabfälle in Stabilisierungscontainern getrocknet. Neben einer ablagerungsfähigen Deponiefraktion entsteht ein Trockenstabilat, welches anschließend in einem mechanischen Verfahren zu Ersatzbrennstoff aufbereitet wird. Diese Brennstoffe ersetzen in Kraftwerken und Industriefeuerungen wertvolle Primärbrennstoffe, so dass auch der Abfall aus dem Vogtland auf diese Weise zur Schonung natürlicher Ressourcen beiträgt.

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