
06.06.2007
Erste EBS-Aufgabe im HKW Stavenhagen
Stavenhagen. Mit dem heutigen Mittwoch beginnt der Testbetrieb im Heizkraftwerk Stavenhagen unter Einsatz von Ersatzbrennstoff. Ab sofort werden täglich bis zu 250 t Ersatzbrennstoff dem Feuerungssystem zugeführt und thermisch verwertet. Die bei dem Prozess gewonnene Energie wird in Form von Dampf und Strom zur weiteren Nutzung bereitgestellt. In den nächsten Wochen wird der produzierte Dampf dazu verwendet, um das gesamte System zu reinigen. Gleichzeitig werden alle Einstellungen für die Vorbereitung des Dauerbetriebs vorgenommen.
„Mit der ersten Brennstoffaufgabe beginnt die Feinabstimmung der komplexen Anlagentechnik und wir sind zuversichtlich, ab August 2007, den Produktionsstandort der Pfanni GmbH & Co. OHG mit jährlich ca. 220.000 t Dampf zu versorgen. Darüber hinaus wird der gesamte Strombedarf des Werkes gedeckt“ sagt Projektleiter Karl-Heinz Plepla. In der Anlage werden ca. 90.0000 t/a Brennstoffe u. a. auch von der nahegelegenen Abfallbehandlungsanlage Rosenow eingesetzt.
Der durch die Verbrennung erzeugte Dampf wird dem Pfanni-Produktionsprozess zur Verfügung gestellt. Ein Teil des Dampfes wird mit Hilfe einer Turbine zur Gewinnung elektrischer Energie genutzt. Somit schließt das Kraftwerk den Kreislauf von Abfallsammlung, -aufbereitung bis zur energetischen Verwertung. Durch die Errichtung dieser Anlage und der damit verbundenen Investition von 52 Mio. € kann Pfanni die Energiekosten senken und die rund 300 vorhandenen Arbeitsplätze langfristig sichern. Weitere 25 Arbeitsplätze entstehen durch den Betrieb des Heizkraftwerkes. Die feierliche Inbetriebnahme ist für Juli 2007 geplant. „Für Nehlsen ist es die höchste Einzelinvestition seit Bestehen des Unternehmens und gleichzeitig ist es eine Investition in den Klimaschutz und die Ressourcenwirtschaft“ sagt Vorstandsvorsitzender der Nehlsen AG Peter Hoffmeyer. Mit der ersten Dampfübergabe an den Lebensmittelhersteller Pfanni werden Primärrohstoffe substituiert und somit Ressourcen geschont. Das Deponierungsverbot für unbehandelte Abfälle mindert die Methanemissionen einer Deponie. Die Abfälle lagern nicht ungenutzt auf Deponien, sondern werden intelligent genutzt und tragen zum Klimaschutz bei.
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