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Kunststoffaufbereitung

In der Kunststoffaufbereitung werden Mischkunststoffe, wie Chipstüten, Joghurtbecher und Folien zu einem Agglomerat veredelt und als Reduktionsmittel für Roheisen in der Stahlgewinnung eingesetzt.

Sieben & sichten
Der Veredelungsprozess beginnt in der Siebtrommel. Hier werden die Verpackungen von Störstoffen befreit. Die Mischkunststoffe werden vorzerkleinert und mittels eines Eisen- und Nichteisenabscheiders von Metallen, Weißblech und Aluminium befreit. Ein Windsichter trennt leichte und schwere Mischkunststoffe voneinander.

Agglomerieren
In einem Agglomerator werden die leichten Mischkunststoffe durch Druck und Reibungswärme kompaktiert. Es entstehen körnige Agglomerate, von unterschiedlicher Größe. Diese werden erneut von Eisen- und Nichteisen befreit und gelangen auf ein Doppeldeckersieb.

Sieben & Zerkleinern
Das Agglomerat wird über ein Doppeldeckersieb in drei verschiedene Größen getrennt. Das Agglomerat < 1mm wird in einem Bunker gesammelt und thermisch genutzt. Die mittlere Fraktion zwischen 1 – 8 mm wird über einen Schneckenförderer in eine Siloanlage gefördert. Das Agglomerat > 8 wird nachzerkleinert und ebenfalls in die Siloanlage gefördert.

Verladen & einsetzen
In der Siloanlage wird das Agglomerat gelagert, abgefüllt und anschließend zum Stahlwerk transportiert. Das Kunststoffagglomerat wird zusammen mit heißer Luft in den Hochofen eingeblasen. Es entstehen Gase, die dem Eisenerz den Sauerstoff entziehen. Üblicherweise wird für diese Reaktion Schweröl eingesetzt. Durch den Einsatz von Kunststoffagglomeraten wird der wertvolle Primärrohstoff eingespart und die Umwelt geschont.

Anlagensteckbrief als PDF

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